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Revolution 3D-Druck: Neueste Entwicklungen

Die 3D-Druck-Technologie ist an sich nichts Neues – bereits in den 1980ern wurden die Drucker in verschiedensten Branchen, vor allem aber bei der Herstellung von Kunststoffteilen oder Metallen, genutzt. Zu der Zeit war die Durchführung jedoch noch nicht sehr ausgeklügelt und ein Druck meist komplex, zeitaufwendig und generell schwierig zu realisieren, weshalb auf die 3D-Drucker nur dann zurückgegriffen wurde, wenn es keinen einfacheren Weg der Herstellung gab.

 

Erst in den letzten 5 Jahren wurde der 3D-Druck aufgrund von neuesten Technologien wieder interessant und es entstanden aufgrund von effektiveren Anwendungen vollkommen neue Welten der Möglichkeiten. Mittlerweile kann ein 3D-Drucker bedeutend günstiger hergestellt werden und auch das Druckprojekt selbst ist um ein Vielfaches kostengünstiger geworden. In Bezug auf Größenbegrenzungen gibt es mittlerweile fast keine Limits mehr. Auf die neuesten 3D-Druck-Innovationen wird im Folgenden eingegangen.

Häuserbau in Zukunft nicht mehr nötig

Kein Scherz: 3D-Drucker sind mittlerweile in der Lage, ganze Häuser zu drucken. In China gibt es bereits einige der stilvollen, gedruckten Häuser, in denen die stolzen Besitzer leben. Aber nicht nur Einfamilienhäuser, sondern ganze Wolkenkratzer können mithilfe eines 3D-Druckers ‚ausgedruckt‘ werden. Nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa hängt dem 3D-Trend aufgrund von strengen EU-Normen jedoch noch recht weit hinterher, während die Länder im asiatischen Raum sich die Innovationen der 3D-Drucker immer mehr zu Nutze machen. Hoffnung gibt es aber für uns: So wird in Kopenhagen im Moment angeblich das allererste EU-Haus per 3D-Drucker kreiert, was als bedeutender Durchbruch für die Bauindustrie zu sehen sein sollte.

Gedrucktes Essen: Pizza aus dem Printer gefällig?

Das sogenannte ‚digitale Essen‘ kommt direkt aus dem Drucker und wurde in dieser Art und Weise das erste Mal bei der Nasa eingesetzt, um Astronauten im All mit frischen Mahlzeiten zu versorgen. Der Drucker für Nahrungsmittel aller Art wurde von der US-Weltraumbehörde bei der SMRC in Auftrag gegeben und erste Prototypen zeigten bereits, wie relativ simple Drucker in der Lage sind, verschiedene Schichten, wie zum Beispiel Teig, gefolgt von einer Tomatensoße, gefolgt von Käse, zu drucken.

Menschliche Zellen durch ‚Bio-Printing‘

Beim Drucken von Häusern können die Dimensionen nicht groß genug sein. Beim ‚Bio-Printing‘ jedoch verhält sich die Sache in die komplett andere Größenrichtung. Bei den bereits ersten erfolgreich durchgeführten Bio-Drucken werden organische Mittel, nämlich menschliche Zellen, verwendet und auf den Mikrometer genau gedruckt. Wer sich das nicht vorstellen kann, der sollte sich die folgende Größenordnung vor Augen halten: Ein Milliliter besteht aus zirka 80 Millionen menschlichen Zellen. Der dafür verwendete 3D-Drucker ist also ein enorm anspruchsvolles, filigranes Gerät. Man kann davon ausgehen, dass sich die Innovationen im Gesundheitsbereich in den nächsten Jahren rasant weiterentwickeln werden und komplett neue Möglichkeiten mit sich bringen werden.

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