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Ponykarussell sollte man nicht unterstützen

Der Jahrmarkt und die Kirmes und andere Veranstaltungen, die so sind, sind für Kinder und Familien was Besonderes. Es wird dort zusammen Karussell gefahren, Lose gekauft, Greifangel usw. gespielt. Gegessen und was getrunken und natürlich für viele Familien ist immer noch Ponyreiten angesagt. Aber welches leid nun gerade für die Ponys und Pferde auf diesen Veranstaltungen zustande kommt, das sieht niemand. Für die Eltern ist es wichtig das eigene Kind kann kurz Reiten, es hat Spaß und kostet kaum was. Sobald man das Kind vom Pony wieder runter hat, geht man weiter und hat Spaß.

Ich habe als Kind das selber erlebt auf dem Jahrmarkt und später mich damit durch meine Arbeit im Tierheim damit auseinandergesetzt und auch die Ponys erlebt die von diesen „Betreibern“ freigekauft wurden. Diese sind nicht glücklich und mit Glück können sie sich umgewöhnen, aber sie werden immer diese Gewohnheiten drinnen haben und haben Jahrelang gelitten nur damit der Mensch Spaß hat.

Ich möchte darauf eingehen, was der Tierschutz dazu sagt und wie man das vermeiden kann. Es gibt genug Alternativen, wie ein Kind Reiten kann. Nur müssen dann die Eltern auch was tun dafür. Bitte schreibt mir eure Meinung und Erfahrungen dazu.

Was ist Ponyreiten oder Ponykarussell?

Auf vielen Jahr- und Weihnachtsmärkten gibt es diese immer noch diese Ponykarussells, in denen die Ponys und Pferde den ganzen Tag im Kreis laufen müssen. Die Tiere werde aufgebunden damit sie den Kopf nicht heben können, um sich ja nicht zu wehren. Sie sind vom Körperbau, den Beinen und der Wirbelsäule dafür auch nicht ausgelegt, dass sie Stundenlang im Kreis laufen müssen. Sie bekommen mit der Zeit schmerzhafte Gelenke und Wirbelschäden. Aber auch das Sattelzeug und Zaumzeug passt nicht immer, hinterlässt Druckstellen und an den Mundwinkeln eingerissene Stellen. Und der Lärmpegel, wir Menschen ertragen das nicht den ganzen Tag, wollen aber das die Tiere das ertragen?

Für die ist das absolute Horror und immer wieder Kinder auf dem Rücken, die mit den Beinen treten und an den Zügeln auch ziehen. Die Tiere leiden dort still und auch unter langweiligen Runden dieser Runden die sich nie ändern.

Leider vermitteln die Eltern damit den Kindern auch gleichzeitig, den falschen Umgang mit den Tieren.

Was sagt der Tierschutz und die Amtstierärzte?

Endlich bekommen diese Tiere immer mehr Stimme von diesen und zusprach das man das Verbieten sollte. Die Amtstierärztin Dr. Sabine Beckmann vom Kreisveterinäramt Gütersloh sagte 2010 in einem Interview: „Die derzeitige Praxis, die Ponys stundenlang in dieselbe Richtung trotten zu lassen, ist als absolut verhältniswidrig einzustufen. Die Tiere leiden physisch und psychisch.“ „Die Tiere laufen immer nur im Uhrzeigersinn. Dadurch können Haltungs- und Muskelschäden entstehen.

Das ist Tierquälerei!“ „Durch die fortgesetzte einseitige Kreisbewegung kommt es unweigerlich, ungeachtet etwaiger Erholungspausen, im Laufe der Zeit zu Schäden im Bewegungsapparat – ungleiche Beanspruchung der Gelenke, Bänder und Wirbelsäule. Die Stereotypie des Tätigkeitsmusters und die damit verbundene Reizarmut stellt für die Tiere eine zusätzliche, psychische Belastung dar!“

Fakt ist, ein OK vom Veterinäramt schützt die Ponys leider nicht vor Leid, denn die Bewertungsgrundlage sind völlig unzureichenden „Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums von 2001. Da bekommen die Ponys nur alle 4 Stunden eine kurze Pause die ihnen zusteht. Etwas über extreme Wettersituationen fehlt komplett. Und leider kann die Veterinärbehörde auch nicht alles komplett überprüfen inkl. Pausen für die Tiere. Dafür müssten die mindestens 4 Stunden anwesend sein und dafür ist keine Kapazität vorhanden um diese Kontrollen zu leisten. Die Tiere sind aus diesem Grund dem Schausteller ausgeliefert wie er das Handhabt und Geld verdienen will. Leider ist das Tier und das Wohlergehen der Tiere nicht so wichtig wie der Gewinn.

Pferde und Ponys sind sensible Tiere und Lauftiere. Sie möchten in einer Herde laufen, sich bewegen können und auch mal Rennen und sich hinlegen. Brauchen gutes Futter und Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Tageslicht, Auslauf aber auch eine gute Unterbringung sollte Pflicht sein. Ein Pferd braucht auch alle 6 bis 8 Wochen einen Hufschmied und vor allem gut sitzendes Sattelzeug das auf das Tier, den Rücken und deren Bedürfnisse abgestimmt sind.

Erlebnisse auf der Kirmes mit dem Ponykarussell

Ich erinnere mich noch, wie das in Kiel war. Wenn die Ponys nicht gerade laufen mussten, standen die auf dem LKW ohne Streu und Futter angebunden. Selbst Stuten mit Fohlen waren dabei und mussten Arbeiten. Die Ausbinder eng geschnallt das der Kopf nicht hochkann, das Gebiss so gezogen das Maul offen war und die Augen Schmerz erfüllt. Und wehe, die Ponys wollten nicht gehen, dann gabs mit der Peitsche was. Auf diesen kleinen Raum waren so viele Ponys. Kopf am Po was schon für die Tiere nicht angenehm ist. Die Hufe sahen schlimm aus, das würde niemanden sich antun.

Ich weiß aber auch wie es den Tieren wirklich geht. Das Pony was frei gekauft wurde, was vorher da 6 Jahre lief in den Tierschutz und dort auf die Weide. Es lief nur im Kreis und das für Wochen. Es hatte Haltungsschäden und Verhaltensstörungen und es war ein jämmerlicher Anblick. Wer Tiere einmal anders erlebt hat auf Weiden mit Artgerechter Haltung weiß, wovon ich rede. Das was diese Menschen den Tieren antun, das sollte jeder Boykottieren und nie unterstützen.

Was man tun kann und sollte

• Die Veranstalter von Jahr- und Weihnachtsmärkten bitten, keine Ponykarussells zuzulassen.
• Appelliere bei Parteien im Stadt- oder Gemeinderat das man die Ponykarussells per Antrag von Kirmesfesten verbannen sollte.
• Sofort die Veterinäre Informieren, wenn man Kranke, erschöpfte oder leidende Ponys/ Pferde in einem Karussell beobachtet. Versuche Bilder zu machen.
• Meide das und lasse deine Kinder nicht darauf und erkläre auch Freunden und Bekannte darüber.

Alternativen zum Ponykarussell

Es gibt viele Alternativen, wie man einem Kind das Reiten ermöglichen kann. Zum einen gibt es Jugendbauernhöfe und Kinderhöhe auf denen die Kinder willkommen sind und dort dürfen Sie dann die Ponys/ Pferde reiten. Bekommen dort aber auch gleich das richtige Vermittelt, wie man mit dem Tier umgeht und was man noch an Pflege aufwenden muss.

Reitschulen gibt es auch oder geführte Ponyritte, die man machen kann und vielleicht ist es dann ja auch ein Hobby für das Kind, wo es Spaß hat auf Dauer. Viele Ferienangebote gibt es mit Pferden und Ponys für Kinder oder man fragt in einer Reitschule nach den Angeboten. Man muss also nicht dieses Ponyreiten oder Ponykarussell nutzen. Hier sind eben die Eltern gefragt das Sie was ändern und etwas eigene Mühe und Aufwand betreiben, um eine Alternative zu finden.

Moin Moin, ich bin Julia eine echte Kieler Sprotte. Ich lebe mit meiner Familie in der schönen Stadt Kiel. Wir sind unternehmungslustig, Spontan- und Feinschmecker. Mit zur Familie gehören meine 4 Katzen, Mini Maus, Daisy, Columbus und Miss Lili. Seit 2010 bin ich auf meinen Blogs unterwegs die ich mit Liebe, Herz und guten Themen fülle und betreibe. Bei Fragen dürft ihr mich immer anschreiben.

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