Interview Reinigungskraft

Die Stimme der Reinigungskraft am Flughafen

Ich muss nur kurz vom Damenklo weg, da ich wieder WC Papier brauche. Der Verbrauch ist enorm, man kann damit an nur einen Tag den ganzen Eifelturm einwickeln damit. Der Weg zum Lager ist nur kurz und als ich nach nicht einmal 2 Minuten später das Damenklo wieder betrete, dachte ich, ich wäre doch einen Tag nicht mehr da gewesen. Alles sieht wieder aus wie nach dem Bombenanschlag. Kurz geht mir durch den Kopf, ob es eine Horde von Frauen gewesen sein muss, die das in dieser kurzen Zeit geschafft haben. 2 Frauen allein können das nicht schaffen. Und in der kurzen Zeit, in der ich mich umschaue, ist mit einem Manne auf das Damenklo gefolgt und steht nun hinter mit uns möchte reingehen.

Der Schreck folgte sogleich

Jedoch der Blick des Mannes, als er merkte das es nicht das Herrenklo ist, sondern für die Damen ist, war mehr als ein Schmunzle wert. Er hat gesehen das kein Urinal an der Wand hängt und schaute sich Verdattert um, drehte sich mit einem Lauten UPS um und verließ flüchtend das Klo und suchte das Herrenklo. Ich schüttelte den Kopf und ging dann Richtung 4. Kabine, die ich auch noch Saubermachen musste. Machte die Kabinentür auf und der erste Blick viel auf die leere Klorolle mit dem Gedanken „Schon wieder eine leer“. Und der Blick wanderte weiter durch das Lokus und die Augen bliebe dann wie versteinert hängen. Das ganze Klo war verstopft und kurz vor dem Überlaufen.

Mann bei der leeren Klorolle frage ich mich schon, haben die Frauen einen Reinigungswahn, dass sie s viel auf einmal verbrauchen? Wohl gemerkt nur eine Frau, die das allein fertigbringt. Für die Toilette muss ich wieder die Firma anrufen, damit das Klo wieder frei wird, und man es benutzen kann. Wartende Frauen, die nicht auf das Klo können, sind nicht ohne und es bedarf etwas Feingefühl, diese dann zu Beruhigen. Also weiter zur 5. Kabine, da kann ich nix machen die ist gerade belegt. Das laute Plätschern, das an einen heftigen Regenschauer erinnert, lässt mich dann weiter gehen zur nächsten Kabine. Während ich diese dann gründlich reinige, ist die Frau aus der 5. Kabine ist immer noch drauf. Was sie da macht, das möchte man eigentlich nicht wissen. Auch wenn man immer wieder Geräusche wahrnimmt.

Auf beim Blick in die anderen Kabinen entdecke ich wieder Toilettenpapier Fetzen auf dem Boden verteilt. Die ich dann sofort zusammen Fege, bevor dann die nächsten Frauen kommen und denken das es hier immer so dreckig ist. Es geht immer zu wie im Taubenschlag, die Tür geht immer wieder auf und zu, oft kommt sie nicht mal bis in das Türschloss, da springt die Tür wieder auf.

Die Tür fliegt auf und dann ….

Während ich nun sauber mache, fliegt die Tür mit einem Schwung auf, eine Frau kommt rein. Kurzer Blick und Zielgesteuert geht sie auf die Kabine 3. Zu, geht rein und noch bevor die Tür geschlossen wird, zückt sie aus ihrer Handtasche eine Flasche Desinfektion und gießt das auf die Klobrille. Danach Dreht Sie sich um, knallt die Tür zu und setzt sich hin.  Ihre Handtasche fällt auf den Boden und man hört einen festen Strahl. Gefolgt von einen lauten Donnerknall den Sie los lässt,

Die andere Frau ist fertig, eilt zum Waschbecken an mir vorbei. Diese Parfum Wolke ist heftig das mir die Luft kurz weg bleibt. Ich kann den Duft nicht Deferieren, es ist einfach zu viel oder hat sie damit geduscht. Auch nach dem Verlassen des Raumes ist immer noch den Präsenz zu riechen, was sich lange anhält. Die weitere Frau ist nun auch fertig, geht zum Waschbecken und nimmt eine große, eine übergroße Menge vom Waschschaum, wäscht sich Gründlich die Hände und dreht sich dann um mit tropfenden Händen Richtung Handtuchhalter und geht hin, mit einer Tropfenden Spur am Boden. Der Wasserhahn lief weiter und ich musste hingehen und den ausstellen. Sie hätte den auch nicht ausgestellt, denn sie ist ohne sich umzudrehen Richtung Tür gegangen und verließ den Raum ohne nachzudenken.

Nachdenken…….

Der Blick in den Mülleimer sagte mir aber auch, dass ich den wieder leeren muss. Die Frauen ziehen nicht nur 3 Tücher aus dem Spender raus, nein es werden gleich Dutzende gezogen und damit die Hänge getrocknet. Den Frauen ist das auch egal ob die benutzten Tücher in den Eimer fallen oder nicht, dafür sind ja die Reinigungskräfte da wie ich. Damit das alles wieder weggemacht wird.

Doch dann fliegt die Tür auf, ich höre das Klack klack der Damenschuhe was im Kopf dröhnt, die eiligen Schritte Richtung Kabine. Das zuknallen der Tür, der Riegel geht zu und ein paar Sekunden später höre ich die Erleichterung gefolgt von ein paar Pups Geräuschen und anderen Geräuschen, die auf dem Klo vorkommen. Gefolgt von dem rattern der Klorolle und das Spülen. Doch diese Frau geht nach dem Verlassen der Kabine nicht zum Waschbecken, nein sie geht zum Spiegel und dreht sich davor. Es wird in den Haaren gewuschelt, gezupft und zurecht gemacht und dann ohne Händewaschen die Toilette verlassen.

„Das Klo ist leider BESETZT … und es kann etwas länger dauern!“

About Julia

Moin Moin, ich bin Julia eine echte Kieler Sprotte. Ich lebe mit meiner Familie in der schönen Stadt Kiel. Wir sind unternehmungslustig, Spontan- und Feinschmecker. Mit zur Familie gehören meine 4 Katzen, Mini Maus, Daisy, Columbus und Miss Lili. Seit 2010 bin ich auf meinen Blogs unterwegs die ich mit Liebe, Herz und guten Themen fülle und betreibe. Bei Fragen dürft ihr mich immer anschreiben.

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