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Mein Leben – mein Schicksal und die Angst

Mein Leben – meine Ängste. Nun bin ich 2. Wochen hier und es wird noch Dauern bis ich richtig Fit bin. Ich kann zwar schon etwas mehr gehen, aber noch nicht genug. Aber ich beiße mich da durch. Laufe auf dem Flur immer etwas, auch wenn meine Knie schmerzen danach. Aber ohne geht es nicht. Augen zu und durch.

Das Abnehmen geht auch langsam voran. Ich habe weniger Verlangen nach was süßen. Es gibt hier aber auch Joghurt und mal Kuchen. Diät Saft und Quark. Klar möchte ich ab und zu Chips usw. essen. Normal aber bis jetzt funktioniert das gut. Der Wille ist da und ich habe auch Rückhalt von jemanden aus dem Krankenhaus den ich Anrufen und schreiben darf. Dann meine Familie und eine Freundin die in der Nähe von Hannover Wohnt.

Aller Anfang ist schwer

Ich tue mich nur schwer auf andere Menschen zuzugehen. Ich habe gelernt das viele mir nur was Böses wollen und das wieder raus bekommen ist schwer. Der Anfang, der erste Schritt ist der schwerste. Wenn man dann redet und in Kontakt kommt, ist das einfacher. Angst vor Verletzungen, Angst das man mir wieder Weh tut. Das ist auch ein Grund warum ich so viel Gewicht habe. Es ist mein Schutz, mein Panzer. So muss ich niemand an mich ranlassen. Es ist nicht leicht den abzulegen, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen. Die Gespräche mit der Pastorin im Krankenhaus hat mir geholfen. Zum ersten Mal konnte ich das erzählen was ich in meiner Kindheit erlebt habe. Niemand konnte ich das sagen, nicht einmal meinen Ex Mann konnte ich das sagen.

Doch da wird angesetzt, dort ist auch ein Schlüssel für das Gewicht. Und endlich konnte ich sagen was mich belastet. Aber es tut weh, das wieder zu erleben. Aber nur so kommen wir voran und können an allem Arbeiten. Lernen das ich nicht alleine bin, dass man mir Hilft. Diese Hilfe bekomme ich hier, auch vom Pflegepersonal, die immer wieder mit einem Reden. Einen aufbauen und einfach einen so nehmen wie man ist. Denen ist egal was man wiegt, sie unterstützen einen und das tut gut.

Ich habe eine Zukunft

Und ich habe so eine Zukunft. Wäre ich einfach wieder nach Hause gegangen, wäre der Kreislauf wieder geschlossen. Dann wäre ich nicht Alt geworden. Meine Nierenwerte waren im Keller, dazu das ich nicht mehr raus konnte. Das wäre mein Todesurteil gewesen und das ist mir klar gemacht worden. Und ich bin den Ärzten aber auch der Pastorin und dem Sozialen Dienst so dankbar das sie das alles in die Wege geleitet haben. Das man mich nicht gedrängt hat, sondern das ich selber entscheiden musste. Heute kann ich sagen GUT das ich gefahren bin. Auch wenn die ersten Tage die Hölle waren und ich extrem Heimweh hatte.

Ich reagiere auf neues immer empfindlich. Aber jetzt geht es, dass ich mich auf alles einlassen kann. Ich weiß eines, ich werde für mich, für meine Zukunft kämpfen. Und ich weiß das es einige Veränderungen geben wird, doch noch ist das zu früh das ich das schreiben kann. Das wird irgendwann kommen.

So leider ist morgen ein Feiertag, da passiert hier nicht viel. Aber ich gehe dann auf Wanderschaft und erkunde das Haus und bewege mich. Habe immer Hummel im Popo. So nun ist Montag auch wieder vorbei und ich werde etwas TV schauen. Bis bald und einen schönen 1. Mai!

About Julia

Moin Moin, ich bin Julia eine echte Kieler Sprotte. Ich lebe mit meiner Familie in der schönen Stadt Kiel. Wir sind unternehmungslustig, Spontan- und Feinschmecker. Mit zur Familie gehören meine 4 Katzen, Mini Maus, Daisy, Columbus und Miss Lili. Seit 2010 bin ich auf meinen Blogs unterwegs die ich mit Liebe, Herz und guten Themen fülle und betreibe. Bei Fragen dürft ihr mich immer anschreiben.

2 commenti su “Mein Leben – mein Schicksal und die Angst

  1. Gut, dass du dir Hilfe geholt hast. Die ersten Schritte sind die Schwersten, aber du wirst sehen, wenn Du Erfolge siehst wird es leichter. Alles Gute für DIch!

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