Wie man ein Piercing richtig dehnt

Seit einiger Zeit ist es voll im Trend sich die Ohrlöcher zu weiten und speziellen Schmuck darin einzusetzen, der einem kleinen runden Tunnel ähnelt. Das Ergebnis: man kann durch das Ohrloch hindurchsehen. Auch wenn es als eine neue Mode erscheint, ist diese Art der Körperverschönerung doch älter als manch einer vielleicht glauben möchte. Die geweiteten Piercings finden sich beispielsweise bei einer Vielzahl an indigenen Völkern, die diese Art Körperschmuck schon seit Jahrhunderten tragen. Um das gewünschte Ergebnis zu erzielen verwendeten die Stammesmitglieder verschiedene Hilfsmittel. Die Methoden für das Weiten der Ohrlöcher haben sich aber im Laufe der Zeit stark verändert, wo früher hauptsächlich Materialien aus der Natur zum Einsatz kamen, wie spitze Pflanzenstachel, gibt es heute spezielle Dehnwerkzeuge dafür.

Der Dehnvorgang

Grundvoraussetzung für den Dehnprozess ist ein gepierctes Ohrloch. Frisch gestochene Ohrlöcher sollten zunächst vollständig abheilen, bevor man mit dem Dehnen beginnt. Und auch dann ist es wichtig geduldig zu sein. Einen Durchmesser von 10mm erreicht man nicht über Nacht! Es gibt verschiedene Dehnwerkzeuge, die unterschiedlich geformt sein können. Sie alle haben allerdings gemeinsam, dass sie von der Spitze an immer dicker werden. Diese konische Form ist entscheidend. Es gibt sie aus unterschiedlichen Materialien, wie Kunststoff oder Stahl, aber auch aus Holz oder sogar Horn, in gerader Stabform oder auch gebogen wie eine Sichel. Was passiert eigentlich beim Dehnen? Grundsätzlich kann man sagen, dass beim Weiten von Stichkanälen das Gewebe beschädigt wird. Es entstehen mikroskopisch kleine Risse. Das klingt erst mal schlimmer als es ist. Die entstandenen Freiräume werden nämlich mit neuen Hautzellen aufgefüllt und so wird die entstandene Spannung gemindert und die Haut weitet sich. Man sollte immer nur in kleinen Schritten dehnen und zwischen den Schritten mindestens zwei Wochen Pause machen. Am besten beginnt man Schritten von einem Millimeter. Wenn man dann bei 10mm angelangt ist, kann man auch mal 2mm pro weiteren Schritt dehnen. Auf Hygiene sollte stets geachtet werden. Die Dehner müssen keimfrei sein. Einfach mit etwas Desinfektionsspray einsprühen und dann kann es auch schon los gehen, das Gleiche gilt natürlich auch für den Schmuck, den man einsetzen möchte. Wer nicht aufpasst riskiert so Infektionen, die sehr schmerzhaft sein können. Logischerweise beginnt man mit dem kleinsten Dehner. Diesen führt man vorsichtig in das Ohrloch ein und schiebt in langsam immer weiter. Wenn’s weh tut, kurz warten und dann weiter machen, bis man die breiteste Stelle des Dehners erreicht hat. Dann entfernt man das Dehnwerkzeug und setzt den gewünschten Schmuck ein – fertig. Es empfiehlt sich ein Gleitmittel, wie Vaseline zu verwenden. Kleiner Tipp: Besonders schmerzfrei und einfach geht es, wenn man nach dem Duschen oder Baden dehnt, oder das Ohrläppchen mit einer warmen Kompresse „eingeweicht“ wird. Dadurch wird die Haut dehnbarer.

Ring

Julia

Moin Moin, ich bin Julia eine echte Kieler Sprotte. Ich lebe mit meiner Familie in der schönen Stadt Kiel. Wir sind unternehmungslustig, Spontan- und Feinschmecker. Mit zur Familie gehören meine 4 Katzen, Mini Maus, Daisy, Columbus und Miss Lili. Seit 2010 bin ich auf meinen Blogs unterwegs die ich mit Liebe, Herz und guten Themen fülle und betreibe. Bei Fragen dürft ihr mich immer anschreiben.

Alle Beiträge ansehen von Julia →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CommentLuv badge

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.