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Kork von bodenshop.de

ls Kork bezeichnet man die Zellschicht, zum Beispiel eines Baumes, die sich zwischen Epidermis und Rinde befindet. Dieses Material findet man zum Beispiel bei der Korkeiche, oder dem asiatischen Amur-Korkbaums.
Heutzutage wird es als Baustoff für eine ganze Palette an Dingen eingesetzt, wie zum Beispiel für Verschlüsse von Flaschen, Schwimmer (in der Fischerei), zur Abdichtung von maschinellen Produkten, als Pinnwand, sowie als Fußbodenbelag, Wärmedämmstoff und vieles Weiteres.
Die große Einsatzmöglichkeit dieses Stoffes, und der damit verbundene wirtschaftliche Vorteil, lässt sich mit seinen physikalischen, chemischen und auch visuellen Eigenschaften erklären: Kork besteht aus luftgefüllten, abgestorbenen Zellen, und erfüllt damit für den Baum eine zentrale Aufgabe: Die Atmung der darunterliegenden Epidermis. Der Stoff ist hydrophob, was soviel heißt wie “wassermeidend” oder wasserabweisend, schlecht brennbar und sehr elastisch. Seine Eignung als Wärmedämmstoff läßt sich auf seine geringe Wärmeleitfähigkeit zurückführen. Dies sind alles Eigenschaften die ,vor allem im Zusammenspiel, für verschiedenste Zwecke einen interessanten Stoff darstellen. Abgesehen davon, ist er nicht gerade sehr teuer und optisch ebenfalls ansprechend.
Wie es zu jenen Eigenschaften kommt, lässt sich durch die Herausbildung dieses Stoffes an einem Baum erklären.
Das Korkkambium, eine Schicht der “Rinde” eines Baumes, produziert diesen Stoff. Genauer bildet es nach außen Korkzellen (Phellem), und nach innen parenchymatische Zellen (Phelloderm). Meist ist der sich bildende Kork nur einige Zellschichten dick, wie zum Beispiel bei Birkenstämmen, bei der für Korkproduktion bevorzugt verwendeten Korkeiche jedoch, erreicht diese Schicht durch lange Aktivität des Korkkambiums mehrere Zentimeter. Durch die Auflagerung von Suberin, einer lipophilen und wasserundurchlässigen chemischen Verbindung, entstehen mit der Zeit die spezifischen Korkzellen. Dadurch wird die wasserabweisende (hydrophobe) Wirkung erzielt.
Die Hauptquelle für den Abbau von Kork sind die Korkeichen. Schon seit dem zweiten Jahrhundert nach Christus werden sie, vorwiegend im Mittelmeerraum, und vor allem Mittelitalien und Spanien, sowie heute überwiegend in Portugal, mittels Schneideäxten geschält und verarbeitet. Die aller erste Schälung bringt eine harzreiche, raue Korkrinde hervor, die sich optimal zur Herstellung von dunkelbraunen Korkplatten (ohne Zusatz von künstlichen Bindemitteln) eignet. Dieses Primärprodukt wird zum Beispiel als natürlicher Baustoff für die Wärmedämmung eingesetzt. Nach dem ersten Abschälen wächst die Primärrinde, die alle 8 bis 12 Jahre geerntet werden kann. Diese wird häufig für die maschinelle Verarbeitung benutzt, da sie harzarm und weitgehend homogen ist. Flaschenkorken und viele andere Industrieprodukte werden aus diesem Sekundärkork gefertigt. Amorim Group, eine portugiesische Firma die Kork Böden herstellt, ist weltweiter Marktführer auf diesem Gebiet.
Bei der Flaschenkorkenproduktion entstehen Reste, die wiederum weiterverarbeitet werden. Sie werden zu Granulat gemahlen, welches dann eine hellbraune Färbung aufweist. Dieses Granulat kann auf verschiedenste Art und Weise so ergänzt werden, dass außer den natürlichen Eigenschaften des Korks, weitere Nützliche hinzugefügt werden. Diese Veränderung des Granulats und seiner Eigenschaften geschieht durch den Einsatz von Klebstoffen, meistens Polyurethan oder Latex. Entweder der Klebvorgang wird innerhalb eines Vakuums vollzogen, oder es wird ohne Klebstoff in einem Vakuum der Stoff zusammengesetzt. Aus dieser künstlich hergestellten Korkverbindung (Agglomeratkork), können nun festere Produkte gemacht werden. Beispiele dafür sind Beläge für Fußböden, die zunächst als Block vorliegen, dann zu Scheiben verarbeitet werden, oder Sektkorken. Für die Herstellung dieser Korkblöcke, wird dem Granulat zusätzlich ein Bindemittel zugefügt, was die natürlich vorkommenden Harze im Granulat unterstützt. Kork hat also aufgrund seiner breiten Palette an Eigenschaften, die teilweise auch chemisch modifiziert werden, Verwendung in sehr vielen Gebieten, und ist dazu noch relativ preisgünstig, da es ein nachwachsender Rohstoff ist.
Kork eignet sich, wie schon erwähnt, unter Anderem ausgezeichnet für Fußbodenbeläge. Dabei muss man unterscheiden zwischen zwei Arten der Oberfläche von Kork bei Fußbodenbelägen: erstens die dichten Korkbeläge und zweitens die furnierten, mehrschichtigen Beläge für den Boden. Was die furnierten in erster Linie von den massiven Korkbodenbelägen unterscheidet, ist das Furnier aus Kork, welches auf den bestehenden Belag geklebt wird. Das Furnier, also die Beschichtung aus dünnen, stärker komprimierten Korkschichten, wird auf den festen Belag geklebt und dient vor allem optischen Ansprüchen, weil das Korkmaterial was Farbe und Struktur angeht, nicht ganz zu anderen Holzmöbeln passen würde. Was ebenfalls vorteilhaft ist, ist die bessere Farbdeckung von gefärbten Korkplatten. Nachteil dieser furnierten Korkfliesen ist die verminderte Abriebsfestigkeit. Jedoch lässt sich diese mit Siegellack deutlich verbessern, sodass die Abriebfestigkeit fast die massiver Korkbeläge hat. Wobei eingie dieser Lacke gesundheitsschädigend sind, und daher eher vermieden werden sollten. Außer verstärkt lösungsmittelhaltigen Lacken kann man seit 2003 bei vielen Anbietern auch umweltschützende Siegellacke erwerben.
Die Hersteller die aus Kork und seinen Nebenprodukten Ware herstellen, verkaufen Korkparkett als Fliesen, die man vollständig mit dem Untergrund verkleben kann, und Fertigparkett aus Kork, was mit Nut-und-Feder-Konstruktionen verlegt werden kann, demnach also nicht mit dem Boden zusammengeklebt wird. Diese Fertigparkette gibt es nicht nur bei Kork und sind außerdem für den Normalverbraucher auch leichter selber einzubauen. Komplett ohne Klebstoff kommen Korkparkettsysteme nur durch “Zusammensteck-Systeme” zwischen einzelnen Fliesen aus.

Genaue Zahlen über die Menge der verwendeten Korkprodukte in Deutschland sind zwar nicht vorliegend, durch Handelsdaten lassen sich diese jedoch in etwa rekonstruieren. Demnach werden jährlich 900 bis 1.400 Tonnen Rohkork und 10 – bis 40 tausend Tonnen Korkprodukte importiert, wieder aus Deutschland raus exportiert werden hingegen nur 30 bis 80 Tonnen Rohkork und 2000 bis 5000 Tonnen Korkprodukte. Entsprechend werden also in jedem Jahr insgesamt 10 Tausend bis 35 Tausend Tonnen Rohkork in Deutschland verarbeitet.

Moin Moin, ich bin Julia eine echte Kieler Sprotte. Ich lebe mit meiner Familie in der schönen Stadt Kiel. Wir sind unternehmungslustig, Spontan- und Feinschmecker. Mit zur Familie gehören meine 4 Katzen, Mini Maus, Daisy, Columbus und Miss Lili. Seit 2010 bin ich auf meinen Blogs unterwegs die ich mit Liebe, Herz und guten Themen fülle und betreibe. Bei Fragen dürft ihr mich immer anschreiben.

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